Ich werde mich beim Werberat beschweren – diesmal sind die Reklamefritzen zu weit gegangen: Wenn eine Nackte eine Plaste-und-Elaste-Puppe an ein Kreuz nagelt und anzündet, um die Aufmerksamkeit für ein Mattel-Produkt zu befeuern, dann ist der Rubicon überschritten, wie olle Cäsar gesagt hätte.
Leider ist es mir nicht gelungen, unter “Reklame” die Adresse von “Femen” im Telefonbuch zu finden: Femen, das ist dieser offenbar buchbare Club der Schneewittchen (kein Ar…, keine Tittchen), der immer dann angekreischt kommt, wenn Fotografen und was Prominentes da sind.
Die Fotografen machen dann Lichtbilder, auf denen Menschen mehr oder weniger irritiert, manchmal belustigt und öfter mal lüstern die spillerigen Damen betrachten bzw. begutachten.
Am Ende darf die Polizei mal anfassen.
Zuletzt hatte Wladimir “Little Czar” Putin die nackige Zappelcombo bestellt, um bei der Hannover-Messe nicht immer unsere Merkeline und servile Messestandsbesatzungen angucken zu müssen.
Jetzt ist so ein Nackedei bei der Eröffnung der Berliner Barbie-Puppen-Schau aufgekreuzt – zusammen mit tatsächlich Verwirrten, die anscheinend nichts Besseres zu tun hatten als bei einem (S-)Exorzismus mitzumachen. Es ist auch wirklich ein Skandal, dass kleine Mädchen lieber mit Puppen als mit unbehandeltem Totholz aus dem Grunewald spielen. Was fällt denen ein?
Hat nur noch gefehlt, dass ein Pope ein Weihrauchgefäß wider den amerikanischen Antichrist in Pink geschleudert hätte.
Ich liebe diese Stadt.